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Read e-book online Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin in Mittelalter und PDF

Posted On April 21, 2018 at 1:40 am by / Comments Off on Read e-book online Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin in Mittelalter und PDF

By Olaf Pluta

Die Destruktion der rationalen Psychologie als Doktrin ist, dem gangigen Urteil nach, das Verdienst von David Humes Essay Of the Immortality of the Soul und Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft. Hume und Kant stellen aber nur Hohepunkte einer Bewegung dar, deren Beginn wesentlich fruher anzusetzen ist. Die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele gehorte in Mittelalter und Renaissance zu den meistdiskutierten und meistumkampften Themen. Die Studie stellt in detaillierten Analysen die damalige culture der methodologisch streng philosophischen Kritik an den Unsterblichkeitsbeweisen vor, die uber Heinrich von Harclay und Wilhelm von Ockham, Johannes Buridan und seine Schule (Peter von Ailly, Lorenz von Lindores, Heinrich Olting von Oyta, Marsilius von Inghen, Paul von Worczyn, Benedikt Hesse von Krakau, Biagio Pelacani von Parma) zu Pietro Pomponazzi fuhrt. Dabei wird auch eingegangen auf die Verbindungen Martin Luthers zu dieser culture. Die Darstellung des Einflusses dieser culture auf die deutsche Aufklarung schliesst die Studie ab. Ein umfangreicher Anhang bietet erstmalig zahlreiche aus den Handschriften erhobene Texte der genannten philosophischen Richtung, deren hier prazis nachgewiesenes kritisches strength fur ganze Epochen der Geistesgeschichte konstitutiv gewesen ist. Interessierte: Historiker der Philosophie des Mittelalters, der Renaissance und der Aufklarung.

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46. 36 Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin auch heimlich zu lehren"77. Konrad von Megenberg beklagt, daß Wilhelm von Ockham, dieser "princeps haereticorum"78, "multitudinem scholasticorum virorum secum traxisse videtur"79. Wilhelm von Ockhams Anhänger80 haben seine Lehre aber nicht nur verbreitet, sondern auch weiterentwickelt, und sind schon bald über ihren Lehrmeister hinausgewachsen. Für den Be­ reich der philosophischen Psychologie soll dies im folgenden aufgezeigt wer­ den. 77 Chartularium Universitatis Parisiensis, ed.

Maurer 1957. 23 Vgl. 98ff. 105. 25 Zum Lebensgang des Wilhelm von Ockham vgl. l-136. 26 Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin Wenn im Jahre 1339 die Fakultät der freien Künste der Universität Pa­ ris zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs ein Statut erläßt, da "bei den Dis­ putationen im Stadtviertel «Straminum» die Unsitte eingerissen ist, daß die Baccalaurei und andere Teilnehmer an den genannten Disputationen sich an­ maßen, unter Verletzung der Ehrfurcht gegenüber den disputierenden Magi­ stern aus eigener Autorität zu argumentieren und dabei soviel Lärm und so­ viel Unruhe zu verursachen, daß die Wahrheit über den zur Diskussion ste­ henden Satz nicht herauszubringen ist"26, so spiegelt sich in den berichteten Zuständen und der darauf erfolgten Reaktion der Universitätsleitung ebenso­ wohl ein Verfall gesellschaftlicher und kirchlicher Autorität als auch ein wachsendes Selbstbewußtsein der "aus eigener Autorität" argumentierenden Diskussionsteilnehmer.

3 Vgl. 70-71. 85. 5 Ebd. 91. 7 Vgl. 25-26. 8 In gedruckter Form liegen von diesen Schriften allein die "Quaestiones breves super librum De anima" als Postinkunabeldruck (Paris 1516 und 1518) vor. Für die handschriftlichen Quellen sei auf den Anhang verwiesen. "10 Die opinio Alexandri hinsichtlich des intellectus agens behandelt Johan­ nes Buridan in seinen "Quaestiones breves super librum De anima" im Rah­ men der zwei Fragen, ob der menschliche Intellekt die Form des menschlichen Körpers11 und ob er beständig (oder vergänglich) sei12.

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Kritiker der Unsterblichkeitsdoktrin in Mittelalter und Renaissance by Olaf Pluta


by Jason
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