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Thorsten v. Benkel's Die Zukunft des Todes: Heterotopien des Lebensendes PDF

Posted On April 20, 2018 at 10:11 pm by / Comments Off on Thorsten v. Benkel's Die Zukunft des Todes: Heterotopien des Lebensendes PDF

By Thorsten v. Benkel

ISBN-10: 3837629929

ISBN-13: 9783837629927

ISBN-10: 3839429927

ISBN-13: 9783839429921

Sterben und Tod sind alltägliche Vorkommnisse, die üblicherweise als außeralltäglich angesehen werden. Die Tendenz, eher von abstrakten Begriffen als von konkreten Lebensbeendigungen auszugehen, ist weit verbreitet. Eine gesamtgesellschaftliche Perspektive jedoch muss über die Ebene subjektiver Betroffenheit hinausgehen und den Tod als Herausforderung wie auch - in der sozialen Behandlung von Todesfällen - als Bestätigung normativer Konzepte betrachten. An Beispielen von Sterbe- und Todesräumen wie Friedhof, Hospiz, Aufbahrungsstätten, Pathologie, Trauerhalle oder Krematorium zeigen die Beiträge des Bandes, dass das photograph des Todes sich wandelt und neue Sinnzusammenhänge entstehen.

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Der formale Blick darf nicht verstellen, was bewusst zu Anfang betont wurde: Pluralisierung ist immer auch Verunsicherung ursprünglich ›vor-pluraler‹ Einheitlichkeit. Für die soziale Situation der Toten, die ja im Blickwinkel der traditionellen Soziologie eine imaginäre bzw. virtuelle Situation ist, hat die Verschränkung von Lebensweltrückblick und sepulkraler Gegenwart zu dermaßen entscheidenden, maßgeblich von medialen Innovationen beeinflussten Wandlungen geführt,18 dass eine »Desozialisierung« des Todes nicht mehr bilanziert werden kann (Baudrillard 1982: 206).

Was dem toten Körper und damit dem toten Menschen an symbolischer Würdigung widerfährt, ist Zukunftsperspektive für alle, die an den Ritualen mitwirken. Die in Trauer- und Bestattungshandlungen ausagierte Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft im Allgemeinen und gegenüber der verstorbenen Person im Besonderen transportiert also unterschwellig ein Zukunftsversprechen: was hier errichtet wird am fremden Grab, werden andere an der eigenen Ruhestätte nicht minder engagiert vollziehen. Umgekehrt formuliert: Ohne Partizipation an den Regeln und Ritualen und ohne Akzeptanz der sie tragenden moralischen Säulen gibt es für einen selbst keine Chance auf die allgemein verheißene Existenzkontinuität im nach-lebendigen Stadium.

Die Forschungen des Verfassers in Zusammenarbeit mit Matthias Meitzler. a. mehr als 950 Friedhöfe im deutschen Sprachraum empirisch untersucht (vgl. Benkel/Meitzler 2015). Das daran anschließende Projekt zur »Autonomie der Trauer« ist eine Interviewstudie zu performativen Praxen der Zurückweisung des Bestattungsrechts (Publikation – gemeinsam mit Dirk Preuß – in Vorbereitung). 16 20:00 S YMBOLISCHE P RÄSENZ | 35 Rekurse auf überindividuelle Sinnsysteme tendenziell geringer werden. Kollektiv verordnete, dadurch aber nicht mehr identitätsnahe Hoffnungsschimmer verlieren ebenso sehr an Glanz, wie vereinheitlichte Designs für Ruhe- und Erinnerungsstätten; parallel dazu wachsen autonome Aneignungsbegehren an.

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Die Zukunft des Todes: Heterotopien des Lebensendes by Thorsten v. Benkel


by Kenneth
4.3

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